Das gute Alleinsein.

 

Der Mensch ist ein Herdentier, er lebt schon immer in Gemeinschaften. Das schützt vor Feinden, erleichtert die Nahrungssuche und hilft in der Not. Aber die Zeiten haben sich geändert, wir leben in beheizten Wohnungen und Häusern, lassen uns Essen liefern und müssen uns nicht auf den harten Winter vorbereiten. Es hat sich für uns etwas Grundlegendes geändert; wir können alleine überleben. Tatsächlich gibt es einen modernen Begriff für diesen Rückzug in die eigenen vier Wände: Cocooning. Das Abkapseln von der Außenwelt, wie eine Raupe in ihrem Kokon.

 

Wann sind wir denn wirklich allein?

Anders als die Raupe sind wir im Kokon aber nicht alleine, sondern befinden uns im ständigen Austausch mit unserer Umwelt. Wir kommunizieren, interagieren, senden und empfangen über Facebook, Twitter, WhatsApp und andere Kanäle. Und wenn wir uns entspannen möchten, lesen wir ein Buch, schauen Fernsehen oder grübeln in der Badewanne über Probleme. Unterm Strich sind wir zwar „alleine“ aber irgendwie auch nicht. Man könnte auch sagen, wir lenken uns ständig von uns selber ab.

 

Mit sich alleine sein.

Manche können „gut“ mit sich alleine sein, anderen fällt es wiederum schwerer. Es geht hier jedoch nicht um gut oder schlecht, sondern darum, Momente zu schaffen, in denen wir wirklich mal alleine sind und diese ganz bewusst zu nutzen. Wann wart ihr das letzte Mal mit euch alleine, so ganz ohne Ablenkung? Wann habt ihr euch zuletzt gefragt „wie geht es mir?“, „wo stehe ich gerade im Leben?“, oder ganz philosophisch „wer bin ich eigentlich?“.

 

 

Taucht ihr mit ein in die Stille?


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